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Wie wählt man eine Haftgrundierung vor dem Putz?

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Wenn sich Putz löst oder Risse bildet, liegt es selten nur am Putz. Häufig ist der Untergrund schlecht vorbereitet, zu saugfähig oder zu glatt. Die Grundierung stellt die richtige Verbindung her.

Die Untergrundvorbereitung kommt zuerst

Prüfen Sie vor der Auswahl der Grundierung die Wand. Ein tragfähiger Untergrund muss sauber, fest, trocken und frei von losen Teilen sein. Staub, Fett, Sinterschichten und kreidende Altanstriche verhindern dauerhafte Haftung.

Mit Kratz- oder Klebebandtest lassen sich Schwachstellen erkennen. Hohle oder mürbe Stellen müssen entfernt und instand gesetzt werden.

Was eine Grundierung wirklich leistet

Eine Grundierung ersetzt die Vorbereitung nicht. Sie reguliert die Saugfähigkeit und schafft eine griffige Oberfläche für den nachfolgenden Putz.

  • Stark saugender Untergrund: Tiefengrund begrenzt zu schnelles Austrocknen.
  • Glatter oder dichter Untergrund: Quarzhaltiger Haftgrund verbessert die mechanische Haftung.
  • Uneinheitlicher Untergrund: Die Grundierung gleicht Saugverhalten und Trocknung an.

Wann ist sie sinnvoll?

An Fassaden wird sie häufig vor dekorativen Oberputzen vorgeschrieben, besonders auf alten oder gemischten Untergründen. Innen ist sie vor Spachtelungen auf Gipskarton, Beton oder tragfähigen Altanstrichen üblich.

Die Wahl richtet sich nach Untergrund und Putzsystem. Aufeinander abgestimmte Produkte desselben Systems verringern Risiken.

Prüfpunkte

  • Technisches Merkblatt des Putzes.
  • Verträglichkeit von Grundierung und Putz.
  • Trocknungszeit bis zur Überarbeitung.
  • Temperatur, Feuchte, Sonne und Wind.
  • Verbrauch für die Mengenplanung.

Zusammenfassung

Eine gute Grundierung verbessert einen tragfähigen Untergrund, ersetzt ihn aber nicht. Erst prüfen, dann das passende Produkt wählen und die Herstellerangaben beachten.